E-Mobilität in der Wohnungswirtschaft:

Die 4 besten Modelle für Ladestationen und Abrechnung

Die Nachfrage nach E-Mobilität in Mietobjekten steigt rasant, und das nicht nur durch die neue Bundesförderung. Für die Wohnungswirtschaft, Mehrparteinenhauseigentümer und WEGs stellt sich jedoch die Frage: Wie integriert man die Ladeinfrastruktur effizient in die bestehende Stromzufuhr und wie erfolgt die rechtssichere Abrechnung des Ladestroms?

Es gibt verschiedene Konzepte, die sich in puncto Aufwand, Kosten und Flexibilität unterscheiden.

1. Anschluss hinter dem Mieterzähler

Die einfachste technische Lösung: Die Wallbox wird direkt an den Stromzähler der jeweiligen Wohneinheit angeschlossen.

  • Vorteil: Der Stromverbrauch wird direkt über den privaten Stromvertrag des Mieters abgerechnet.
  • Nachteil: Die Ladestation ist fest einem Nutzerkreis zugeordnet – eine flexible Nutzung durch andere Mieter ist nicht möglich.

2. Anschluss an den Allgemeinstrom: Manuell oder Digital

Hierbei hängen die Ladestationen am allgemeinen Hausanschluss. Um den Verbrauch zu erfassen, gibt es zwei Wege:

  • Analoge Ablesung: Ein Zähler wird vor die Ladestation geschaltet und die Werte werden manuell für die jährliche Nebenkostenabrechnung notiert.
  • Digitale Lösung: Ein Charge Point Management System (CPMS) übernimmt die automatische Erfassung. Diese Software eliminiert den manuellen Aufwand, verursacht jedoch monatliche Gebühren, die auf die Mieter umgelegt werden müssen.

3. Outsourcing: Betrieb & Abrechnung durch Dienstleister

Wer den administrativen Aufwand minimieren will, übergibt den Betrieb und die Abrechnung an einen externen Dienstleister. Während der Eigentümer / die Verwaltung die Hardware mit Fachpartnern selbst aufbaut, kümmert sich der Betreiber um die direkte Kommunikation und Zahlungsabwicklung mit den Mietern. 

  • Hinweis: Die Flexibilität sinkt, da der Betreiber oft die Hoheit über die Preisgestaltung pro kWh übernimmt.

4. Das Full-Service-Modell: Alles aus einer Hand

Die „Rundum-Sorglos-Variante“: Ein externer Partner übernimmt sowohl den Aufbau als auch den kompletten Betrieb. Bei Bedarf kümmert sich der Partner sogar um die Netzanschlusserweiterung oder beantragt einen neuen, separaten Anschluss beim Netzbetreiber. 

Fazit für Vermieter und Verwalter: Mit sinkendem administrativen Aufwand sinkt in der Regel auch die gestalterische Freiheit. Während die Eigenverwaltung maximale Kontrolle über die Preise bietet, entlastet ein Full-Service-Modell die Ressourcen Ihrer Hausverwaltung spürbar.

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